Wer kennt sie nicht, die blauen Mini-Figuren, die vorwiegend Fliegenpilze zu grossräumigen Unterschlü(m)pfen umbauen? Das Volk, das durch den liebevollen Diktatoren mit roter Mütze – oder hat mal jemand eine schlumpfische Abstimmung gesehen? - regiert wird? Mittendrin in dieser männerdominierten, blauen Welt eine einzige, weibliche Gestalt mit dem simplen und dennoch ausdrucksstarken Namen Schlumpfine.
Etwas spöttisch wird auch die neue Bundesrätin E. Widmer-Schlumpf Schlumpfine benannt. Ihr lediger Name gibt ja auch allen Anlass dazu. Sie wird es uns nicht weiter übel nehmen – denke ich. Was ihr viel mehr zu denken gibt wird wohl Gargamel sein. Gargamel vergleiche ich hier mal mit ihrer Partei SVP. Sie wurde mit der Annahme der Bundesratswahl zur Gejagten. Auch wenn ich zu dieser Situation meine Gedanken geschmiedet habe, behalte ich sie trotzdem für mich.
Aber, und das ist der Anlass für diesen Text, was ich nicht für mich behalten kann und mich irrsinnig aufregt: die 187-Schmierer an Widmer-Schlumpfs Fliegenpilz. Wie ich einer Gratiszeitung entnehmen konnte, wird damit auf den amerikanischen Mordartikel hingewiesen. Schlicht: eine Morddrohung. Sind wir also so weit, dass wir alles, was uns nicht unbedingt passt, aus dem Weg räumen müssen? Ist es nicht tragisch, dass die Azraels (=Wähler) einer Partei, die gegen die AusländerKRIMINALITÄT vorgehen will, genau in diese Presche springen? Zeigt das nicht deutlich, dass der Wähler die SVP wegen der AUSLÄNDERkriminalität anstatt eben der AusländerKRIMINALITÄT gewählt hat?
Mir gibt diese Entwicklung sehr zu denken…